Warum kostet eine Tierernährungsberatung Geld, während es im Fachhandel kostenlose Beratung gibt? 

 

Im Fachhandel ist die Beratung in der Regel an bestimmte Produkte oder Marken gebunden. Eine professionelle Tierernährungsberatung hingegen ist unabhängig, neutral und frei von Verkaufsinteressen. Es geht nicht darum, ein bestimmtes Futter zu verkaufen, sondern darum, was wirklich zu deinem Tier passt – basierend auf wissenschaftlichem Fachwissen, Erfahrung und den individuellen Bedürfnissen deines Tieres. Du erhältst eine objektive Empfehlung – ohne Einfluss durch Verkaufsziele oder Hersteller. 

Wo findet die Beratung statt?

In der Regel findet die Beratung online per Google Meet oder telefonisch statt. Manchmal ist es sinnvoll, wenn ich mir Deinen Hund und seine Umgebung live anschaue, dann kann der Termin auch bei dir zu Hause stattfinden. 

Was ist ein Carni-Omnivore?

Der Hund (Canis lupus familiaris) ist ein gutes Beispiel für einen Carni-Omnivoren. Das bedeutet, dass Hunde biologisch primär Fleischfresser sind (wie ihre Vorfahren, die Wölfe), aber sich im Laufe der Domestikation auch gut an eine mischköstliche Ernährung angepasst haben.

Merkmale eines Carni-Omnivoren beim Hund:

  1. Gebiss und Verdauungssystem:
    • Hunde haben Reißzähne und ein Gebiss, das für das Zerkleinern von Fleisch gemacht ist – typisch für Fleischfresser.
    • Ihr Verdauungstrakt ist aber auch in der Lage, pflanzliche Stoffe wie Gemüse, Reis oder Obst zu verdauen, was typisch für Allesfresser ist.
  2. Enzyme zur Stärkeverdauung:
    • Im Gegensatz zu reinen Fleischfressern (wie Katzen), haben Hunde sich genetisch angepasst, um mehr Amylase zu produzieren – ein Enzym, das Stärke (aus Pflanzen) abbaut.
    • Das zeigt, dass Hunde auch Kohlenhydrate aus pflanzlichen Quellen verwerten können.
  3. Fütterung in der Praxis:
    • Hundefutter besteht meist aus einer Mischung aus Fleisch, Getreide, Gemüse und anderen Pflanzenstoffen.
    • Hunde können zwar rein fleischlich ernährt werden, brauchen aber keine reine Fleischdiät, um gesund zu bleiben.

Fazit:

Der Hund ist ein Carni-Omnivore, weil er von Natur aus ein Fleischfresser ist, aber auch pflanzliche Nahrung gut verwerten kann. Das macht ihn zu einem Allesfresser mit fleischlicher Prägung – ein evolutionärer Kompromiss, der ihm geholfen hat, sich dem Leben mit dem Menschen anzupassen.